Seit 2018 gehört dieses Ereignis zu den Höhepunkten im Schuljahreskalender der drei Berufsbildenden Schulen von Lingen: Der Poetry Slam vor rund 350 Zuschauern im vollbesetzten Forum an der Beckstraße. Das heißt: Schülerinnen und Schüler aus Deutsch- Kursen aller drei BBSen waren Mitte Juni wieder dazu aufgerufen, eigene Texte zu schreiben und auf der Bühne vorzutragen – und zwar diesmal wieder zu einem Thema, das aktuell ist: Reset Hoffnung. Sie probierten sich aus, schrieben kreativ und brachten ihre Gedanken zu Papier (oder aufs Tablet) – und viele erkannten bislang unentdeckte Talente in sich!
Die Organisation hatte einmal mehr Berufsschulpastor Wilke-Ewert inne, ihm zur Seite standen wie bei den vorherigen Veranstaltungen die Deutschkollegen der Beruflichen Gymnasien, die einen Teil ihrer Unterrichtszeit für die Vorbereitung des Poetry Slams sinnvoll investierten.
Zwölf Kandidatinnen und Kandidaten nahmen auf der Bühne Platz, um nacheinander ihre Texte vorzutragen – und sich dem Votum der Jury zu stellen. Letztere bestand wie immer aus einigen vorab willkürlich ausgewählten Schülern im Forum, deren Aufgabe es war, nach jeder Performance Punktetafeln hochzuhalten. Die Wertungen konnten dabei bis zur Höchstzahl 10 reichen.
Und dann ging’s los: Die Moderation hatten zwei Schülerinnen der BBS AS übernommen, die Reihenfolge der auftretenden Slammer war zuvor ausgelost worden. Dies kann für ganz zu Beginn auftretende Kandidaten ein kleiner Nachteil sein, denn erfahrungsgemäß wird am Anfang mangels Vergleichsmöglichkeiten noch recht vorsichtig „bepunktet“. Doch sei’s drum: Auch in „richtigen“ Poetry-Slam-Battles, die in Lingen z. B. im Alten Schlachthof stattfinden, geht es weniger ums Gewinnen als um das Dabeisein und eine gemeinsame gute Zeit.
Was nun auf der Bühne dargeboten wurde, ist außergewöhnlich zu nennen. Diejenigen, die bei den vorherigen BBS-Poetry-Slams dabei gewesen waren, kamen darin überein: Das Niveau war diesmal „stabil“ hoch. Die Texte waren tiefgründig, nachdenklich, teilweise sehr persönlich, zwischendurch auch ironisch und witzig, gereimt und sprachlich originell – und allesamt richtig gut. Jeden Auftritt bedachten die zahlreichen Zuschauer mit reichlich verdientem Applaus.
Last but not least werfen wir noch einen kurzen Blick auf das Ranking. Mit seinem Text über die „Rose im Aschenkleid“ wurde Jamie aus unserer BGW11-2 zum Sieger gekürt. Auch Ali als Zweiter sowie Anne und Eduard vertraten unsere BBS ganz hervorragend und durften anschließend sehr, sehr stolz sein. Riesen-Glückwunsch – und: Sieger seid ihr alle!
Am Ende erhielt jeder Teilnehmer die schon traditionelle „goldene Feder“ und die Zuschauer einen Kugelschreiber mit zum Poetry Slam passendem Aufdruck. Und auch wenn wir uns wiederholen: DANKE an alle Beteiligten, die für ein Highlight in diesem Schuljahr gesorgt haben, das viel Freude gemacht hat!

