„Beste Klassenfahrt, die ich hatte!“ – FOS 12 in Berlin

Vom 18. bis 22. Mai ging es für insgesamt 58 Schülerinnen und Schüler unserer Fachoberschule (FOI, FOR und FOW) auf große Fahrt nach Berlin. Beeindruckend: Lediglich drei Schüler des gesamten Jahrgangs waren nicht dabei. Begleitet wurde die Reise von Herrn Elberg, Herrn Mahler und Frau Pigge.

Bereits die Anreise verlief nahezu reibungslos. Um 8 Uhr morgens startete die Gruppe am Lingener Bahnhof und erreichte nach rund acht Stunden Fahrt mit dem Deutschland-Ticket gegen 16:30 Uhr das Hotel in Berlin. Das Ticket erwies sich dabei als Volltreffer: Für 63 Euro waren nicht nur Hin- und Rückfahrt, sondern auch sämtliche Fahrten mit U-Bahn, S-Bahn und Bus in Berlin abgedeckt.

Das Hotel lag nur zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, und die Zimmer wurden von den Schülern positiv bewertet. Das Frühstück befand sich im „soliden Standardbereich“, doch dank reichhaltigem Angebot und Kaffee- beziehungsweise Cappuccino-Vollautomat konnte jeder gut gestärkt in den Tag starten.

Der Dienstag begann mit einem echten Berlin-Klassiker: dem Besuch der Reichstagskuppel. Bei strahlend blauem Himmel bot sich ein beeindruckender Blick über die Hauptstadt. Auf dem Rückweg war zudem ein Blick in den Plenarsaal des Deutschen Bundestages möglich – leider ohne laufende Sitzung.

Am Nachmittag stand der Bundesrat auf dem Programm. Spannend war dabei ein Rollenspiel zum Gesetzgebungsverfahren, bei dem über die Frage einer Strafmündigkeit ab zwölf Jahren diskutiert wurde. Die Veranstaltung kam sehr gut an und vermittelte politische Prozesse auf anschauliche Weise. Den Tag ließ die gesamte Gruppe bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant MIO direkt am Fuße des Fernsehturms am Alexanderplatz ausklingen.

Am Mittwochvormittag wurde es sportlich. In zwei Gruppen erkundeten die Schüler bei einer Stadionführung die Alte Försterei, das Stadion von Union Berlin. Dabei erhielten sie Einblicke in den Pressekonferenzraum, die Mixed Zone, die Kabinen, den Innenraum sowie die Ersatzbänke. Funfact: Die Alte Försterei ist das größte reine Fußballstadion Berlins.

Der Nachmittag sorgte dann für besonders nachhaltige Eindrücke. In drei Gruppen besuchte die Gruppe die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen. Die Zeitzeugenführung, insbesondere durch den ehemaligen politischen Häftling Michael Brack, berührte viele Teilnehmende tief. Brack, Mitbegründer des Neuen Forums und seit November 2025 Träger des Bundesverdienstkreuzes, schilderte seine persönlichen Erfahrungen eindrucksvoll und authentisch. Ein Schüler brachte es später treffend auf den Punkt: „Der hat seine Erlebnisse richtig gut rübergebracht!“

Am Donnerstag folgte ein weiterer Höhepunkt. In vier Gruppen besichtigten die Schüler exklusiv das BMW Motorradwerk Berlin. Besonders der hohe Automatisierungsgrad sowie die gleichzeitig sehr individuelle Fertigung beeindruckten die jungen Besucher. BMW-Guide Thomas lobte die Gruppe ausdrücklich als „aufgeweckte und sehr interessierte Truppe“.

Für viele wurde jedoch der Donnerstagabend zum absoluten Highlight der Woche. Insgesamt 35 Schüler besuchten das Handball-Bundesligaspiel zwischen den Füchsen Berlin und dem TSV Hannover-Burgdorf. Vor 8.600 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle entwickelte sich ein packendes Spiel, das mit einem 30:30-Unentschieden endete. Bereits vor dem Anpfiff sorgten Showacts, Feuershow, Cheerleader und die beeindruckende Atmosphäre für Begeisterung. Mehrere Schüler bezeichneten den Abend später als den Höhepunkt der gesamten Fahrt.

Auch einige bekannte Persönlichkeiten wurden während der Woche gesichtet, darunter der Ultramarathonläufer Arda Saatci, das schwedische Internet-Phänomen Marlon Lundgren Garcia („marlon3lg“), das VfB-Stuttgart-Maskottchen Fritzle sowie zahlreiche Influencer und Künstler. Beim Handballspiel konnten die Schüler außerdem Weltstar Mathias Gidsel und Nationalspieler Nils Lichtlein aus nächster Nähe erleben.

Die Rückreise am Freitag verlief etwas turbulenter als die Hinfahrt. Nach verpasstem Anschlusszug, einer ungeplanten Pause im ostwestfälischen Löhne und weiteren Verzögerungen in Rheine erreichte die Gruppe schließlich um 19:20 Uhr – etwas erschöpft, aber voller Eindrücke – wieder Lingen.

Die Rückmeldungen sprechen für sich: Aussagen wie „Das war die beste Klassenfahrt, die ich hatte“, „Hat super viel Spaß gemacht“, „Gute Organisation“ oder schlicht „Geil!“ fanden sich zahlreich auf den Feedbackbögen. Dazu zählte auch das augenzwinkernde Lob eines Schülers: „Ohne Elberg wär hier gar nichts los!“

Mit einer Durchschnittsbewertung von 4,4 von 5 Sternen und 15 vergebenen Bestwertungen kann die Berlinfahrt 2026 insgesamt als voller Erfolg bezeichnet werden – eine Woche mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Begegnungen und zahlreichen Erinnerungen, die sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.

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