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„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ geht unser Kollege Alexander Molz für drei Jahre an das RLSB in Osnabrück

Während sich das Lehrerkollegium auf sechs unterrichtsfreie Wochen freute, machte unser Kollege Alexander Molz Sommerferien im Schnelldurchlauf. Drei Wochen mussten reichen, um kurz durchzuatmen, bayerische Bergluft zu schnuppern und sich mental auf den nächsten Schritt vorzubereiten. Denn zum 8.8. trat er eine neue Stelle an – und zwar in genau dem Bereich, der ihm noch fehlte zum 360-Grad-Rundumblick im Schulwesen: Im Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Osnabrück.

Im RLSB wird er unter anderem für die Planung von Lehrerstellen, Abiturrahmenbedingungen und Statistiken für Gymnasien in der Region zuständig sein. Ein ganz neues Feld für Alexander, dem es ansonsten nicht mangelt an Erfahrungen in nahezu allem, was als Lehrer beruflich möglich ist. Achtung, die Liste ist lang! Vor allem, wenn man bedenkt, dass er alle Stationen in nicht einmal zehn Jahren im Beruf durchlaufen hat.

Als engagierter und motivierender Lehrer für seine Fächer Niederländisch und Spanisch, als Berater für sprachliche und interkulturelle Bildung, als Fachleiter im Studienseminar Meppen, als Vorsitzender auf Bundesebene der Fachvereinigung Niederländisch und auch als Universitätsdozent für Fachdidaktik des Niederländischen (WWU Münster) hat sich Alex bewährt. Nun wird sich sein Fokus auf Zahlen, Berichte und Büroarbeit richten. Den XXL-Becher für den entsprechend starken Kaffeekonsum überreichte ihm Heinz Gebbeken während der letzten Dienstbesprechung. Nicht als Abschieds-, sondern als Überbrückungsgeschenk, denn Alex ist für drei Jahre nach Osnabrück abgeordnet worden. Eine Rückkehr an unsere BBS ist also nicht ausgeschlossen.

„Raus aus der Komfortzone“, wie er sagt, sei sein Motto gewesen, und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung haben ihn „immer gereizt“. Er habe „immer gut erkennen können, wenn es Zeit wird für Veränderungen“. Dabei nimmt er aus seiner Lehrerzeit drei Dinge mit:

1. „Vermeintliche Schwierigkeiten sollte man erst einmal gelassen betrachten. Vieles ist halb so wild, wie man anfangs befürchtet.“
2. „Ich habe festgestellt, dass man auch mal Dinge ansprechen muss, die im ersten Moment unbequem sind. Danach läuft meist alles besser.“
3. „Man kann und muss es nicht allen recht machen. Wenn mal einer eingeschnappt ist, schnappt er meist auch wieder aus.“

Die größte Freude am Lehrersein ist für Herrn Molz, mit Schülern unterwegs zu sein. Nicht nur raus aus der Komfort-, sondern auch raus aus der eigenen Sprachzone hat er viele Klassen und Kurse begleitet. Ob für mehrere Tage in Brüssel, Valencia, Barcelona, Rotterdam, Jerez de la Frontera oder für zahlreiche Tagesfahrten in die Niederlande. „Im nächsten Leben werd’ ich Reiseleiter“ sagt Alex, der sich gut vorstellen könnte, in Belgien oder auch auf Lanzarote zu leben. Auf die Frage, was er machen würde, wenn er jetzt nochmal Abiturient wäre, überlegt er nicht lange: „Ich würde noch einmal Lehrer werden, dieses Mal mit dem Drittfach „Erdkunde“.

Apropos „woanders“ leben: Ein Umzug nach Osnabrück ist erst einmal nicht geplant, denn obwohl er das Reisen liebt, ist ihm Nordhorn „sehr ans Herz gewachsen“. Seit zehn Jahren ist er als gebürtiger Hesse („eine gute Mischung aus Dorf- und Stadtkind, aufgewachsen in Bergen-Enkheim bei Frankfurt am Main“) in Nordhorn zu Hause. Ab August wird er viel Zeit im Zug verbringen, denn geplant ist, mit der Bahn zu pendeln. Dabei wird er vermutlich viel Zeit haben, sich in die Themen einzulesen, die ihn sonst noch so interessieren. Eines davon ist übrigens „Wein“ – er sagt, damit „kenne er sich ein bisschen aus“. Wir hoffen also auf einen baldigen Besuch von dir mit einer fachkundigen Weinprobe – vielleicht auf der nächsten schulinternen Lehrerfortbildung??

Abschied nehmen wollen und müssen wir glücklicherweise nicht (ganz) von unserem sehr sympathischen, herzlichen und auf ganz besondere Weise aufmerksamen Kollegen, der immer Zeit für ein schönes Gespräch hat. Wir werden dich vermissen und wünschen dir einen super Start im neuen Job!