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Technik ist sein Hobby: Carsten Müller

Seit 2019 gibt es ein neues Gesicht an unserer Schule: Carsten Müller ist System-Administrator und – kurz gesagt – an unserer BBS für die EDV verantwortlich. Ein aktuelles Interview mit ihm gibt’s jetzt:

Moin Carsten, erstmal bitte ein paar Daten zu deiner Person ...

Ich bin in Georgsmarienhütte geboren, Jahrgang 1971, aufgewachsen bin ich in Osnabrück. Danach Mittlere Reife, und anschließend habe ich eine Lehre als Heizungsbauer gemacht. Das war gar nicht mein erster Berufswunsch, aber es wurde halt gemacht, was Papa gesagt hat. Und im Nachhinein bin ich auch echt froh darüber, etwas Handwerkliches gelernt zu haben.

Wie ging’s weiter?

Nach der Lehre ging ich gleich zur Bundeswehr. Ich wäre zwar lieber Entwicklungshelfer geworden, aber das ergab sich leider nicht, die haben sich zu spät gemeldet. Also Wehrdienst. Nach der Grundausbildung kam ich wieder nach Osnabrück, zum Fernmelde-Regiment 71, wir hatten mit elektronischer Aufklärung zu tun. Das war traumhaft, ich bin mit dem Rad zur Kaserne gefahren und habe gedacht, dass ich die 9 Monate so noch gut rumkriege.

Das hast du dann aber nicht?

Irgendwann kam mein Spieß zu mir und fragte: „Was hast du eigentlich als Heizungsbauer verdient?“ Er sagte mir, dass das bei der Bundeswehr deutlich mehr sein werde, und zeigte mir, wo ich unterschreiben sollte. Und so habe ich mich als Zeitsoldat für 12 Jahre verpflichtet.

Erzähl gern weiter ...

Inzwischen hatte ich mich ins Emsland verliebt, wohnte in Meppen und der Weg zur Arbeit betrug nicht mehr 5, sondern 100 km. Aber schon zwei Wochen nach meiner Unterschrift wurde ich nach Berlin versetzt. Meine Freundin und ich fanden die Stadt cool, wir heirateten – eine tolle Bundeswehr-Wohnung bekamen nur Verheiratete – und so waren wir ab 1994 in Berlin.

Und dort bliebst du die weiteren ungefähr zehn Jahre deiner Bundeswehr-Zeit?
Ja, für zehn Jahre war ich in Berlin, bin aber von dort dienstlich viel in Deutschland und der Welt herumgereist. Es gab Zeiten, da war ich 30 Wochen im Jahr unterwegs.

Mit was hattest du zu tun?

Ich war ja weiter in der Fernmeldetruppe, die mit elektronischer Kampfführung zu tun hat. Dafür haben wir Hardware und vor allem Software entwickelt, und ich war quasi die Schnittstelle zwischen meiner Bundeswehreinheit und den Industrieunternehmen. Das hat viel Spaß gemacht, und nebenbei belegte ich auch noch einen Uni-Fernkurs in EDV. Irgendwann wollte mich die Bundeswehr dann zum Ausbilder machen, aber das war nicht mein Ding, denn ich wollte „am Gerät“ bleiben. Mir hat es Spaß gemacht, „meine Ohren in die Welt zu hängen“, wie wir das in der Fernmelde-Aufklärung genannt haben.

So endete also deine Bundeswehr-Zeit ...

Ja, ich machte dann noch für ein knappes Jahr ein weiteres Zertifikat an einer IT-Schule in Münster – ich wurde ja noch von der Bundeswehr bezahlt – und bewarb mich dann für ein Praktikum im IT-Bereich beim Landkreis Emsland. Es hieß, man habe zwar keine Stelle für mich, aber man wisse von einer Schule in Lingen, die Hilfe mit ihrer EDV benötige – und das war die BBS Technik u. Gestaltung, wie sie heute heißt. Somit bin ich also seit 2004 an der Beckstraße, und seit 2011 hatte ich den Titel Schulassistent.

Deine Hauptaufgaben?

Ich war und bin verantwortlich für die ganze IT-Infrastruktur im Haus und sehe mich in erster Linie als Dienstleister für das Kollegium. Dabei hat sich in den letzten Jahren auch in meiner Arbeit viel gewandelt: Es geht weniger um das „händische“ Arbeiten und Machen mit dem PC, um das Aufstellen und Reparieren, sondern mehr um Verwaltungsarbeiten am Rechner.

Und wie kamst du jetzt auch an unsere Schule?

2018 wurde beim Landkreis eine neue Abteilung geschaffen: Schul-IT – und für diese Abteilung habe ich mich erfolgreich beworben. Im ersten Jahr war ich verantwortlich für acht Schulen, inzwischen „nur noch“ für die drei Lingener Berufsschulen. Das sind immer noch über 1.200 PCs und Laptops, ich habe mit der gesamten Hardware, den Servern, dem W-Lan usw. zu tun. Mein Arbeitsplatz blieb an der BBS TG an der Beckstraße, ich habe quasi nur mein Türschild geändert. Ich bin jetzt seit 2018 auch kein Landesbediensteter mehr, sondern mein Arbeitgeber ist der Landkreis Emsland.

Wie oft und wann bist du denn jetzt an unserer BBS?

Ich bin viermal in der Woche „drüben“, und seit Anfang des vergangenen Schuljahrs einmal die Woche hier, und zwar an jedem Donnerstag. Meine Tür steht immer offen, wie gesagt, ich sehe mich als Dienstleister, in erster Linie natürlich für das Kollegium. Ich gehe mit, wenn es irgendwo Probleme gibt, schaue danach, dass alles da ist, was die EDV betrifft, dass alles läuft und Hardware modernisiert wird, wo nötig. Dazu geht es um Ausschreibungen, Baubegleitung, um die Umsetzung des Digitalpakts, es gibt genug zu tun.

Vor Veränderungen hast du also keine Angst ...

Nein, im Gegenteil, ich freue mich immer, wenn neue Sachen „geliefert“ werden. Technik ist mein Hobby.

Na, das ist doch die beste Voraussetzung für ein erfülltes Arbeiten! Lieber Carsten, wir wünschen dir weiter eine gute und erfüllende Zeit an unserer Schule und freuen uns, dass du auch zu unserer BBS gehörst. Auf weiter gute Zusammenarbeit!